Schweinepest

Die Klassische Schweinepest (KSP) und die Afrikanische Schweinepest (ASP) sind hoch ansteckende, anzeigepflichtige Viruserkrankungen mit seuchenhaftem Verlauf, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befallen. Ein Ausbruch einer dieser Seuchen hat enorme wirtschaftliche Schäden zur Folge. Menschen und andere Haustiere können sich nicht anstecken!
Übertragen wird Schweinepest entweder durch direkten Kontakt von Tier zu Tier oder indirekt durch Kontakt zu virusbehafteten Personen, Kleidung, Futtermitteln, Schlacht-/Speiseabfällen, Nahrungsmitteln, Gülle/Mist sowie sonstigen Gerätschaften oder Fahrzeugen (Viehtransporter). Bei der Afrikanischen Schweinepest kommt insbesondere der Übertragung durch Blut oder mit Blut kontaminierten Gegenständen besondere Bedeutung zu. Vor diesem Hintergrund weisen wir auf die allgemeine Vorbeugung zur Vermeidung der Einschleppung von Krankheitsüberträgern hin. Die unten aufgeführte Checkliste kann als Basis eines Sicherungskonzepts dienen.

Als Teil dieses Sicherungskonzepts dienen die folgenden Produkte aus unserem Sortiment:


Peressigsäurehaltige Desinfektionsmittel können auch bei Temperaturen zwischen 0° und 10°C angewendet werden. Ameisensäure und andere org. Säuren sind bei Temperaturen unter 10°C nicht anwendbar (ggf. muss eine temperaturabhängige Konzentrationserhöhung erfolgen). Der verstärkte Einsatz von organischen Säuren in der Fahrzeugdesinfektion kann aufgrund ihrer hohen Aggressivität zu erheblichen Korrosionserscheinungen sowohl an Karosserie, als auch an Bremsanlagen führen. Des Weiteren führen anorganische Verschmutzungen an den Fahrzeugen zur Neutralisation und damit zum Wirksamkeitsverlust. Wir empfehlen daher materialfreundliche Produkte wie ROTIE-CID, ROTIE-CID FF oder ROTIE-PER Spezial. Produktspezifische Anwendungshinweise sind stets zu beachten.

Checkliste:

- Beachtung der Schweinehaltungshygiene-Verordnung!
- Beschränkung des Personen- und Fahrzeugverkehrs auf das unbedingt Notwendige.
- Fahrzeugreifen desinfizieren (z.B. mit ROTIE-CID, ROTIE-CID FF oder ROTIE-PER Spezial).
- Vor Betreten der Ställe zwingende Benutzung von Desinfektionsmatten (tägliche Erneuerung der Desinfektionsflüssigkeit, 5%ige Gebrauchslösung von ROTIE-CID, ROTIE-CID FF oder ROTIE-PER).
- Betreten der Stallungen nur mit betriebseigener Schutzkleidung/Einmalkleidung (inklusive Schuhwerk).
- Konsequente Reinigung und Desinfektion der Ställe, Stalleinrichtungen und Transportmittel.
- Regelmäßige Ungeziefer- und Schadnagerbekämpfung in den Stallungen und im Außenbereich.
- Speise- oder Küchenabfälle dürfen nicht an Schweine (Haus- und Wildschweine) verfüttert werden!
- Zukauf von Tieren nur aus möglich wenigen Betrieben mit bekanntem Gesundheitsstatus.
- Keine Fahrzeuge der Tierkörperbeseitigungsanstalt auf das Betriebsgelände lassen. Kadavercontainer möglichst weit von Stallungen aufstellen.
- Strikte Unterbindung des direkten oder indirekten Kontaktes von Hausschweinen zu Wildschweinen (z.B. wildschweinsichere Umzäunung des Betriebsgeländes und unzugängliche Lagerung von Futtermitteln und Einstreu). Freilandhaltungen sind besonders gefährdet!
- Insbesondere von unkontrolliert aus dem Ausland eingeführten Fleisch- und Wursterzeugnissen (z.B. durch Touristen oder ausländische (Saison)-Arbeitskräfte) aus Ländern, in denen Schweinepest auftritt, geht ein erhöhtes Risiko aus. Entsprechende Produkte sollten grundsätzlich nicht mit nach Deutschland gebracht werden bzw. Speisereste sicher entsorgt werden.
- Jäger, die auch selbst Schweine halten oder anderweitig Kontakt zu Schweinen haben, müssen besondere Vorsicht walten lassen.

Haftungsausschluss:
Die Firma rotie-pharm GmbH & Co. KG kann keine Verantwortung oder Haftung für diese Informationen übernehmen. Für Ihren Betrieb bleiben Sie selbst verantwortlich. Die Angaben sind trotz größtmöglicher Bemühungen nicht unbedingt umfassend, genau und aktuell.

Biozide sicher verwenden. Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und Produktinformation lesen.