Parasiten + Ungeziefer

Optimierter Schutz gegen Milben, Käfer & Co.

Das Problem
Parasiten oder Schädlinge sind in den verschiedensten Bereichen anzutreffen: im Gewerbe- oder Landwirtschaftsbetrieb, in Ställen, Häusern, Lägern oder auch in Gärten. Dort leben sie gut geschützt und die jeweiligen Wärme- und Feuchtigkeitsverhältnisse bieten die idealen Bedingungen zur Massenvermehrung. Schädlinge können dabei Vorräte und Materialien schädigen, Tieren und Menschen gesundheitliche Schäden zufügen oder einfach nur als lästig empfunden werden.

Die Bedeutung
In der Tierhaltung sind neben Fliegen und Ratten vor allem Milben, Käfer, Schaben und Flöhe ein Problem. Besonders zu nennen sind dabei die rote Vogelmilbe und der schwarz glänzende Getreideschimmelkäfer. Sie vermindern die Leistung der Tiere, schwächen deren Abwehrkräfte gegen Krankheiten und sind als Überträger von Tierseuchen bekannt. Durch den Befall kann es zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten kommen.

Die Bekämpfung
Grundvoraussetzung für die effiziente Schädlingsbekämpfung ist die Kenntnis von Parasit und seiner spezifischen Verhaltensweise. Darauf aufbauend muss das passende Mittel und die beste Methode bestimmt werden. Für eine erfolgreiche Bekämpfung und optimierten Schutz bietet das Programm von rotie-pharm verschiedene Produkte gegen alle Arten von Schädlingen in der Nutztierhaltung.

Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae)
Die rote Vogelmilbe ist ein blutsaugender Parasit. Der weiche Körper ist ca. 0,6 bis 0,8 mm lang und gräulich gefärbt. Die rote Färbung entsteht nach der Nahrungsaufnahme. Die Entwicklung von ca. 50 Eiern pro Weibchen findet über ein Larven- und zwei Nymphenstadien innerhalb von 4-10 Tagen statt (temperaturabhängig, unter 9°C keine Entwicklung). Ausgewachsen ist die Vogelmilbe ca. 90 Tage lebensfähig, kann aber Hungerperioden von bis zu 5 Monaten überstehen. Sie bevorzugt eine warme, feuchte Umgebung und siedelt sich vorwiegend in Geflügelställen an. Als Schlupfwinkel dienen tagsüber Legenester sowie Risse, Fugen und Ritzen in Stalldecken und Wänden. Dort liegen auch die Eier. Die Vogelmilbe ernährt sich nachts von Vogelblut. An den Stichstellen kommt es zu Entzündungen und Juckreiz. Mast- und Legeleistung werden beeinträchtigt, Krankheiten übertragen und in Extremfällen können vor allem junge Tiere sterben.
Die Bekämpfung sollte unmittelbar nach der Ausstallung - im noch warmen Stall - begonnnen werden, bevor die Milben Verstecke aufsuchen. Die Mittel sind idealerweise abends auszubringen, da Milben nachtaktiv sind. Zu behandeln sind alle Stallflächen und Stalleinrichtungen, Luftschächte sowie Fugen und Ritzen, die als Verstecke dienen können. Eine sorgfältige und gleichmäßige Verteilung ist äußerst wichtig, um alle Aufenthaltsbereiche der Milben zu erreichen. Gegebenenfalls ist die Behandlung nach 8 Tagen zu wiederholen, um die aus den Eiern geschlüpfte neue Generation zu erfassen.

Schwarz glänzender Getreideschimmelkäfer (Alphitobius diaperinus)
Der schwarz glänzende Getreideschimmelkäfer ist ein Material- und Hygieneschädling und hat eine Länge von ca. 5-7 mm. Der Käfer hat entwickelte Flügel, fliegt aber nicht. Ein Weibchen legt bis zu 2000 Eier. Die mehlwurmartigen, gelbbraunen Larven werden ca. 12 mm lang. Die Entwicklungszeit vom Ei bis zum Käfer ist stark temperaturabhängig (5 Wochen bei 32°C, 9 Wochen bei 24°C, unter 15°C keine Eiablage). Bei hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit kann der Käfer bis zu 3 Jahre leben. Larven und Käfer sind Allesfresser und beide lichtscheu. Bei sich ändernden Umweltfaktoren verlassen die Käfer ihren Lebensraum im Bodenbereich und suchen neue Verstecke. Schäden an Isolier- und Dämmmaterial entstehen durch das Einbohren der verpuppungsreifen Larven. Die Käfer bohren ebenfalls in weiche Materialien und können eine Vielzahl von Krankheiten übertragen.
Die Bekämpfung ist idealerweise im noch warmen Stall vorzunehmen, bevor die Käfer ihre Verstecke im Bodenbereich aufgeben und sich neue Verstecke im Dachbereich suchen. Bei Wärme sind die Käfer aktiv und werden schneller erfasst. Zu behandeln sind die Wanderwege der Käfer (ein ca. 1,50 m breiter Steifen entlang der Wände) und die Verstecke der Insekten, wie Fugen und Ritzen, sowie die Stalldecke.

Biozide sicher verwenden. Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und Produktinformation lesen.